Schön, von Ihnen Positives zu hören!
Alles Gute, liebe Annette
Ihre BC
Wiederholter Bandscheibenvorfall LWS
31 Beiträge
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Re: Wiederholter Bandscheibenvorfall LWS
Hallo, da bin ich wieder!
Jetzt ist es sieben Wochen her , seitdem ich an der Bandscheibe operiert wurde und es geht mir schon erstaunlich gut jetzt. Der Neurochirurg hat sehr gute Arbeit geleistet!
Da ich jetzt fast durchweg schmerzfrei bin, kann ich nun endlich Cantienica -Übungen machen, nehme diese Woche auch wieder Unterricht. Ich freue mich sehr auf das richtige Üben und fühle schon jetzt bei den Übungen, daß mein Rücken so eine echte Chance hat, schmerzfrei zu bleiben und stark und geschmeidig zu werden.
Bis bald, ich habe bestimmt immer wieder `mal eine Frage, herzliche Grüße, Annette
Jetzt ist es sieben Wochen her , seitdem ich an der Bandscheibe operiert wurde und es geht mir schon erstaunlich gut jetzt. Der Neurochirurg hat sehr gute Arbeit geleistet!
Da ich jetzt fast durchweg schmerzfrei bin, kann ich nun endlich Cantienica -Übungen machen, nehme diese Woche auch wieder Unterricht. Ich freue mich sehr auf das richtige Üben und fühle schon jetzt bei den Übungen, daß mein Rücken so eine echte Chance hat, schmerzfrei zu bleiben und stark und geschmeidig zu werden.
Bis bald, ich habe bestimmt immer wieder `mal eine Frage, herzliche Grüße, Annette
- Porporina
- Beiträge: 21
- Registriert: Mi 24. Mär 2010, 00:56
Re: Wiederholter Bandscheibenvorfall LWS
Hallo nochmal, da bin ich schon wieder.
Ich hatte vorhin den letzten Abschnitt Ihres Beitrags noch nicht gelesen, vielleicht waren Sie auch noch gar nicht mit dem Schreiben fertig, als ich Ihre Antwort las.
Sicher, es ist schon wahrscheinlich, daß ich auch beim sängerischen Atmen Spannungsdefizite habe, vielleicht ja genau an den Stellen, wo Sie Verbesserungsvorschläge gemacht haben, mal sehen. Im Moment singe ich sowieso überhaupt nicht, weil ich zu akut rückenkrank bin.
Aber wie gesagt, vermute ich bei mir die Wurzel des Problems nicht im Singen, sondern in meiner generellen Körperhaltung und disbalancierten Spannung im Ruhezustand, denn so viel singe ich zeitweise ja gar nicht, ich unterrichte ja mehr. Doch bin ich ganz Ihrer Meinung , daß das klassische Singen die Lendenwirbel-Fehlbelastung massiv verstärken kann, wenn man keine ausgewogene Körperaufspannung hat.
Es beeindruckt und freut mich menschlich sehr, daß Sie mir meine Atemtechnik generell nicht ausreden wollen, sondern lediglich helfen wollen, schmerzfrei zu werden und den richtigen Spannungszustand zu erlernen.
Wie gesagt, ich vermute, daß sich dann auch meine Atemtechnik, jedenfalls auf meinen Körper angewendet, dementsprechend modifizieren muß.
Nach meiner Genesung, falls nötig eben nach der OP, möchte ich so richtig die C-Methode erlernen und trainieren. Im Moment setze ich meine ganze Hoffnung für die Zukunft auf Ihre Methode, um meine Rückenproblematik in den Griff zu bekommen , weiter die Haltung zu verbessern und wieder tanzen und springen zu können.
Ich freue mich darauf und bin Ihnen wirklich sehr dankbar dafür, daß Sie diese tolle Methode entwickelt haben und daß Sie sich Neuinteressenten wie mir so liebevoll zuwenden!
Ich will Sie jetzt aber nicht noch weiter mit Fragen attakieren, sonst muß ich Ihnen langsam Honorar zahlen :-)  !
Bis bald, herzliche Grüße, Annette
Ich hatte vorhin den letzten Abschnitt Ihres Beitrags noch nicht gelesen, vielleicht waren Sie auch noch gar nicht mit dem Schreiben fertig, als ich Ihre Antwort las.
Sicher, es ist schon wahrscheinlich, daß ich auch beim sängerischen Atmen Spannungsdefizite habe, vielleicht ja genau an den Stellen, wo Sie Verbesserungsvorschläge gemacht haben, mal sehen. Im Moment singe ich sowieso überhaupt nicht, weil ich zu akut rückenkrank bin.
Aber wie gesagt, vermute ich bei mir die Wurzel des Problems nicht im Singen, sondern in meiner generellen Körperhaltung und disbalancierten Spannung im Ruhezustand, denn so viel singe ich zeitweise ja gar nicht, ich unterrichte ja mehr. Doch bin ich ganz Ihrer Meinung , daß das klassische Singen die Lendenwirbel-Fehlbelastung massiv verstärken kann, wenn man keine ausgewogene Körperaufspannung hat.
Es beeindruckt und freut mich menschlich sehr, daß Sie mir meine Atemtechnik generell nicht ausreden wollen, sondern lediglich helfen wollen, schmerzfrei zu werden und den richtigen Spannungszustand zu erlernen.
Wie gesagt, ich vermute, daß sich dann auch meine Atemtechnik, jedenfalls auf meinen Körper angewendet, dementsprechend modifizieren muß.
Nach meiner Genesung, falls nötig eben nach der OP, möchte ich so richtig die C-Methode erlernen und trainieren. Im Moment setze ich meine ganze Hoffnung für die Zukunft auf Ihre Methode, um meine Rückenproblematik in den Griff zu bekommen , weiter die Haltung zu verbessern und wieder tanzen und springen zu können.
Ich freue mich darauf und bin Ihnen wirklich sehr dankbar dafür, daß Sie diese tolle Methode entwickelt haben und daß Sie sich Neuinteressenten wie mir so liebevoll zuwenden!
Ich will Sie jetzt aber nicht noch weiter mit Fragen attakieren, sonst muß ich Ihnen langsam Honorar zahlen :-)  !
Bis bald, herzliche Grüße, Annette
- Porporina
- Beiträge: 21
- Registriert: Mi 24. Mär 2010, 00:56
Re: Wiederholter Bandscheibenvorfall LWS
Liebe Frau Cantieni!
Natürlich können Sie mir von Weitem keine Korrekturen geben, das ist doch klar und das erwarte ich in keinster Weise. Ich finde es ja ohnehin schon sehr nett , daß Sie hier im Forum so engagiert antworten und diskutieren.
Das mit den wiederholten Bandscheibenvorfällen habe ich vielleicht etwas irreführend dargelegt. Es ist immer der gleiche Bandscheibenvorfall l(L5/S1) , der zum ersten Mal vor knapp elf Jahren passierte und nun in den letzten Monaten immer weiter herauskam.
Da haben Sie sicher recht, daß ich im Alltag etwas mache, was meine Lendenwirbelsäule falsch belastet und die Mitte schwächt. Nur glaube ich nicht, daß das Problem in erster Linie in meiner Gesangs-Atemtechnik zu suchen ist, sondern viel mehr in meiner generellen Alltags- Körperhaltung beim Sitzen, Stehen, Bücken, Strecken, ect...(natürlich auch in selbstgemachtem Streß, den ich ab jetzt einfach abzustellen versuche).
Und da hoffe ich, daß mir das C-Trainig , wenn ich wieder mobil bin, helfen kann, eine neue Aufrichtung zu finden, die dann sicher auch Einfluß auf meine Atemtechnik im Gesang nehmen muß.
Herzliche Grüße, Annette
Natürlich können Sie mir von Weitem keine Korrekturen geben, das ist doch klar und das erwarte ich in keinster Weise. Ich finde es ja ohnehin schon sehr nett , daß Sie hier im Forum so engagiert antworten und diskutieren.
Das mit den wiederholten Bandscheibenvorfällen habe ich vielleicht etwas irreführend dargelegt. Es ist immer der gleiche Bandscheibenvorfall l(L5/S1) , der zum ersten Mal vor knapp elf Jahren passierte und nun in den letzten Monaten immer weiter herauskam.
Da haben Sie sicher recht, daß ich im Alltag etwas mache, was meine Lendenwirbelsäule falsch belastet und die Mitte schwächt. Nur glaube ich nicht, daß das Problem in erster Linie in meiner Gesangs-Atemtechnik zu suchen ist, sondern viel mehr in meiner generellen Alltags- Körperhaltung beim Sitzen, Stehen, Bücken, Strecken, ect...(natürlich auch in selbstgemachtem Streß, den ich ab jetzt einfach abzustellen versuche).
Und da hoffe ich, daß mir das C-Trainig , wenn ich wieder mobil bin, helfen kann, eine neue Aufrichtung zu finden, die dann sicher auch Einfluß auf meine Atemtechnik im Gesang nehmen muß.
Herzliche Grüße, Annette
- Porporina
- Beiträge: 21
- Registriert: Mi 24. Mär 2010, 00:56
Re: Wiederholter Bandscheibenvorfall LWS
Liebe Annette
Mit "meiner" Atmung können Sie spielen, wie Sie wollen, können sie nutzen, wie Sie es brauchen. Die Essenz ist ja just, dass nichts auf Kosten von etwas geht. Es gibt kein Einsinken und kein Aufblähen mehr, die Aufspannung ist 100 % und alle autochthonen Muskeln 100 % in Aktion.
Ich möchte mit Ihnen auch gar nicht die anatomischen Theorien diskutieren, denn da habe ich von Weitem keine Chance, ich müsste Ihnen zeigen können, wie Sie aktiv ausatmen und passiv ausatmen, OHNE Druck auf die Lendenwirbel zu geben. Denn darum geht es. Sie haben wiederholte Bandscheibenvorfälle an der LWS, machen im Alltag, ausserhalb der C-Trainings, also etwas, das die Muskeln der Torsomitte schwächt und die Wirbelkörper und Bandscheiben zusammendrückt.
Ihre intensiven Erklärungen verstärken meine Vermutung, dass Sie beim Atmen und Singen einen blinden Fleck haben (haben alle, manche Menschen mehr als einen). Vielleicht funktioniert Ihr Atem perfekt, wenn Sie die Bauch- und Zwischenrippenmuskeln mehr aufspannen und besser vernetzen. Denn ich will Ihnen nicht Ihre Gesangs"technik" ausreden, ich möchte Ihnen nur den Weg zu Schmerzfreiheit und gesunder Wirbelsäule zeigen.
Herzlich BC
Mit "meiner" Atmung können Sie spielen, wie Sie wollen, können sie nutzen, wie Sie es brauchen. Die Essenz ist ja just, dass nichts auf Kosten von etwas geht. Es gibt kein Einsinken und kein Aufblähen mehr, die Aufspannung ist 100 % und alle autochthonen Muskeln 100 % in Aktion.
Ich möchte mit Ihnen auch gar nicht die anatomischen Theorien diskutieren, denn da habe ich von Weitem keine Chance, ich müsste Ihnen zeigen können, wie Sie aktiv ausatmen und passiv ausatmen, OHNE Druck auf die Lendenwirbel zu geben. Denn darum geht es. Sie haben wiederholte Bandscheibenvorfälle an der LWS, machen im Alltag, ausserhalb der C-Trainings, also etwas, das die Muskeln der Torsomitte schwächt und die Wirbelkörper und Bandscheiben zusammendrückt.
Ihre intensiven Erklärungen verstärken meine Vermutung, dass Sie beim Atmen und Singen einen blinden Fleck haben (haben alle, manche Menschen mehr als einen). Vielleicht funktioniert Ihr Atem perfekt, wenn Sie die Bauch- und Zwischenrippenmuskeln mehr aufspannen und besser vernetzen. Denn ich will Ihnen nicht Ihre Gesangs"technik" ausreden, ich möchte Ihnen nur den Weg zu Schmerzfreiheit und gesunder Wirbelsäule zeigen.
Herzlich BC
- Benita Cantieni
- Beiträge: 519
- Registriert: Do 22. Jan 2009, 09:07
Re: Wiederholter Bandscheibenvorfall LWS
P.S.: Nochmal Hallo, Frau Cantieni!
ich glaube, jetzt habe ich herausgefunden, was der Unterschied zwischen der reflektorischen Zwerchfell-Flanken-.Atmung beim Singen und Ihrer Atmung ist.
Bei der "Sängeratmung "Ist die Einatmung passiv und die Ausatmung (der Gesangston) aktiv. Man "bläst" also aktin beim Singen die Luft heraus. Deshalb hebt sich beim aktiven Ausatmen (also dem Gesangston) der Brustkorb leicht und bei der Einatmung fällt er eher eher etwas ein und es schnellt tatsächlich das Zwerchfell nach unten, weil man so schnell , locker und reflexartig sehr viel Luft in die Lungen bekommt. Wenn man dann erneut zum nächsten Ton anhebt, geht die Bauchdecke wieder nach innen, das Zwerchfell spannt sich wieder auf und der Brustkorb hebt sich leicht, ect...
Hmmmm, ich denke diese Atmung ist durchaus für viele Sänger ok, die von Natur aus eine stabile Aufspannung haben, denn wenn man sich im Vorgang des Singens befindet ,ist man ohnehin insgesamt auf einer hohen körperlichen und geistigen Spannung, sodaß man auch beim Einatmen nicht einfach alles runterplumsen läßt, auch wenn man meint , man täte das.
In meinem Fall der disbalancierten Aufrichtung stellt Ihre Atem-Version , bei der das Zwerchfell bewußt seine Aufspannung auch bei der Einatmung behält, für mich möglicherweise die gesündere Alternative dar.
Ich werde das bewußt ausprobieren, wenn ich nach meiner Genesung wieder anfangen werde, zu üben.
Doch ich denke eine Frage sollten wir bei dieser Diskussion noch klären: Ist nach Ihrer Ansicht ebenfalls die Einatmung passiv und die Ausatmung aktiv oder umgekehrt?
Normalerweise, also im Ruhezustand ist meines Wissens die Einatmung aktiv und die Ausatmung passiv. Lediglich beim Singen und z.T. beim Sport ist es umgekehrt, also Eiatmung passiv und Ausatmung aktiv.
Wie sehen Sie das?
Fragen über Fragen- vielen Dank für Ihr Interesse,
liebe Grüße, Annette
ich glaube, jetzt habe ich herausgefunden, was der Unterschied zwischen der reflektorischen Zwerchfell-Flanken-.Atmung beim Singen und Ihrer Atmung ist.
Bei der "Sängeratmung "Ist die Einatmung passiv und die Ausatmung (der Gesangston) aktiv. Man "bläst" also aktin beim Singen die Luft heraus. Deshalb hebt sich beim aktiven Ausatmen (also dem Gesangston) der Brustkorb leicht und bei der Einatmung fällt er eher eher etwas ein und es schnellt tatsächlich das Zwerchfell nach unten, weil man so schnell , locker und reflexartig sehr viel Luft in die Lungen bekommt. Wenn man dann erneut zum nächsten Ton anhebt, geht die Bauchdecke wieder nach innen, das Zwerchfell spannt sich wieder auf und der Brustkorb hebt sich leicht, ect...
Hmmmm, ich denke diese Atmung ist durchaus für viele Sänger ok, die von Natur aus eine stabile Aufspannung haben, denn wenn man sich im Vorgang des Singens befindet ,ist man ohnehin insgesamt auf einer hohen körperlichen und geistigen Spannung, sodaß man auch beim Einatmen nicht einfach alles runterplumsen läßt, auch wenn man meint , man täte das.
In meinem Fall der disbalancierten Aufrichtung stellt Ihre Atem-Version , bei der das Zwerchfell bewußt seine Aufspannung auch bei der Einatmung behält, für mich möglicherweise die gesündere Alternative dar.
Ich werde das bewußt ausprobieren, wenn ich nach meiner Genesung wieder anfangen werde, zu üben.
Doch ich denke eine Frage sollten wir bei dieser Diskussion noch klären: Ist nach Ihrer Ansicht ebenfalls die Einatmung passiv und die Ausatmung aktiv oder umgekehrt?
Normalerweise, also im Ruhezustand ist meines Wissens die Einatmung aktiv und die Ausatmung passiv. Lediglich beim Singen und z.T. beim Sport ist es umgekehrt, also Eiatmung passiv und Ausatmung aktiv.
Wie sehen Sie das?
Fragen über Fragen- vielen Dank für Ihr Interesse,
liebe Grüße, Annette
- Porporina
- Beiträge: 21
- Registriert: Mi 24. Mär 2010, 00:56
Re: Wiederholter Bandscheibenvorfall LWS
Liebe Frau Cantieni!
Danke für Ihre ausführliche Antwort.
Ich bin ehrlichgesagt überzeugt von der Atemtechnik , die ich beim Singen anwende und auch unterrichte. Das ist eine sehr ökonomische ,unangestrengte und reflektorische Zwerchfell-Flankenatmung. Keine Angst, ich wende keine Hochatmung an, nein,nein.
Meine Schultern heben sich auch nicht explizit beim Einatmen, das war wohl ein Mißverständnis. Die Zwerchfell-Flanken-Atmung funktioniert auch bei allen meinen Schülern sehr gut .
Ich denke eher, daß es an meinem speziellen Haltungsproblem liegt, daß meine Schultern generell leicht nach vorne fallen, wenn ich sie nicht gerade aktiv nach hinten unten setze. Ich habe also diese Haltungsschwäche nicht nur beim Singen, sondern generell im Alltag. Eher ist es eigentlich sogar so,daß ich beim Singen eine etwas bessere Aufrichtung habe als sonst.
Ich sehe das auch so wie Sie, daß der Brustkorb sich bei der Einatmung seitlich ausdehnen soll und nicht heben. Heben tut sich das Brustbein (nicht die Schultern!) dann eher tendenziell bei der Ausatmung , d.h. also beim Singen. So wie Sie die Atmung beschreiben, klingt sie für mich auch gut.
Ich strebe auch an, daß ich , wenn ich länger Cantienica-Training mache, mit der Zeit bei der Einatmung den Bauch noch weniger rauslasse, das wäre dann gut, weil ich dann bestimmt auch nicht mehr ins Hohlkreuz verfallen werde. Auch meine Schultern werden hoffentlich generell -und somit dann auch beim Singen- mehr hinten unten bleiben.
Da ich aber wirklich im Moment einen gewaltigen Bandscheibenvorfall habe, hat die Cantienica -Methode im Moment für mich erste Priorität im Bezug auf die Rückengesundheit. Die Übertragung auf den Gesang wird sich für mich dann mit Sicherheit nach einiger Zeit als logische Konsequenz daraus entwickeln.
Ich habe nächste Woche einen Gesprächstermin in der Neurochirogie, weil vielleicht eine OP nötig ist. Der Vorfall ist wirklich schon schlimm fortgeschritten. Bis dahin muß ich auch noch stärkere Medikamente einnehmen um Schmerz und Reizung zu verringern. Ich kann mich im Moment auch nur sehr vorsichtig bewegen, Gymnastik darf ich nur sehr vorsichtig machen.
Aber immerhin habe ich jetzt das Buch "Das Rückenprogramm" erhalten und lese schon eifrig darin. Für mich sind die Übungsbeschreibugen sehr angenehm und plausibel zu lesen. Die einfacheren Übungen werde ich auch nach und nach probieren. Ich bereite mich sozusagen mental auf meine Zeit vor, in der ich die Übungen dann richtig betreiben kann.
Ich habe auch Aussicht darauf, im Sommerurlaub ein Catienica-Rückenprogramm- Studio zu besuchen, mal sehen , ob das klappt.
Also, schönes Wochenende und herzliche Grüße, Annette
Danke für Ihre ausführliche Antwort.
Ich bin ehrlichgesagt überzeugt von der Atemtechnik , die ich beim Singen anwende und auch unterrichte. Das ist eine sehr ökonomische ,unangestrengte und reflektorische Zwerchfell-Flankenatmung. Keine Angst, ich wende keine Hochatmung an, nein,nein.
Meine Schultern heben sich auch nicht explizit beim Einatmen, das war wohl ein Mißverständnis. Die Zwerchfell-Flanken-Atmung funktioniert auch bei allen meinen Schülern sehr gut .
Ich denke eher, daß es an meinem speziellen Haltungsproblem liegt, daß meine Schultern generell leicht nach vorne fallen, wenn ich sie nicht gerade aktiv nach hinten unten setze. Ich habe also diese Haltungsschwäche nicht nur beim Singen, sondern generell im Alltag. Eher ist es eigentlich sogar so,daß ich beim Singen eine etwas bessere Aufrichtung habe als sonst.
Ich sehe das auch so wie Sie, daß der Brustkorb sich bei der Einatmung seitlich ausdehnen soll und nicht heben. Heben tut sich das Brustbein (nicht die Schultern!) dann eher tendenziell bei der Ausatmung , d.h. also beim Singen. So wie Sie die Atmung beschreiben, klingt sie für mich auch gut.
Ich strebe auch an, daß ich , wenn ich länger Cantienica-Training mache, mit der Zeit bei der Einatmung den Bauch noch weniger rauslasse, das wäre dann gut, weil ich dann bestimmt auch nicht mehr ins Hohlkreuz verfallen werde. Auch meine Schultern werden hoffentlich generell -und somit dann auch beim Singen- mehr hinten unten bleiben.
Da ich aber wirklich im Moment einen gewaltigen Bandscheibenvorfall habe, hat die Cantienica -Methode im Moment für mich erste Priorität im Bezug auf die Rückengesundheit. Die Übertragung auf den Gesang wird sich für mich dann mit Sicherheit nach einiger Zeit als logische Konsequenz daraus entwickeln.
Ich habe nächste Woche einen Gesprächstermin in der Neurochirogie, weil vielleicht eine OP nötig ist. Der Vorfall ist wirklich schon schlimm fortgeschritten. Bis dahin muß ich auch noch stärkere Medikamente einnehmen um Schmerz und Reizung zu verringern. Ich kann mich im Moment auch nur sehr vorsichtig bewegen, Gymnastik darf ich nur sehr vorsichtig machen.
Aber immerhin habe ich jetzt das Buch "Das Rückenprogramm" erhalten und lese schon eifrig darin. Für mich sind die Übungsbeschreibugen sehr angenehm und plausibel zu lesen. Die einfacheren Übungen werde ich auch nach und nach probieren. Ich bereite mich sozusagen mental auf meine Zeit vor, in der ich die Übungen dann richtig betreiben kann.
Ich habe auch Aussicht darauf, im Sommerurlaub ein Catienica-Rückenprogramm- Studio zu besuchen, mal sehen , ob das klappt.
Also, schönes Wochenende und herzliche Grüße, Annette
- Porporina
- Beiträge: 21
- Registriert: Mi 24. Mär 2010, 00:56
Re: Wiederholter Bandscheibenvorfall LWS
Buh! Volltreffer!
Liebe Annette
Ziehen Sie beim Einatmen die Schulterblätter hoch, drückt sich das Zwerchfell doch auch wieder nach unten. Zurück am Anfang, zurück im anatomischen Mittelalter!
Es arbeiten inzwischen so viele Sänger/innen erfolgreich mit der C-Methode, ich weiss, dass ich behaupten darf: Sie kriegen mit der konsequent radialen Aufspannung des Zwerchfells auch zum Singen mehr Atem, weil nur so die ganze Lunge mit Luft gefüllt werden kann und sich ausdehnen kann und nur so alle Atemräume gefüllt sind – auch im Kopf.
Also. Die Rippen dehnen sich seitlich aus. SEITLICH. Die Flanken weiten sich, durch diese Bewegung der Rippen benimmt sich das ZF reziprok zum Levator Ani (Sprungtuch), spannt sich auf wie eine Zeltplane, weitet den Brustkorb, gibt den Lungen Raum bis in die Schulterspitzen. Es füllt sich der Raum auch vorne, "volle Brust". Schultern heben sich nicht, senken sich nicht, Schulterblätter dehnen sich seitlich aus, flügelwärts – es ist so traumhaft schön und so leicht. Wer einmal so geatmet hat, will nie mehr anders. Weil der Körper dem Kopf und der Stimme sagt: So ist es richtig, so will es der Bauplan.
Bauch bleibt lang, Torsomitte bleibt aufgespannt, ist das Korsett, das Sänger/innen lieben.
Sie haben doch RÜCKBILDUNGS-GYMNASTIK, da ist die Atmung beschrieben. Und sie funktioniert immer, beim Schwimmen und Tanzen und Reden und Brüllen und Flüstern und Singen. Immer. Ich rate Ihnen dann eher dazu, eine Sängerin und CANTIENICA®-Instruktorin zu suchen, zum Beispiel Christina Bierler in München. Schon eine Privatlektion schafft Klarheit durch Ahaaaaaaa-Erlebnisse. (Alle anderen Sängerinnen im Q-Club: Bitte hier melden. Vor allem, die im Raum Frankfurt leben.)
Herzlich BC
PS: Thread zum Zwerchfell schon mal gelesen? Hilft auch weiter. viewtopic.php?f=133&t=8800
Liebe Annette
Ziehen Sie beim Einatmen die Schulterblätter hoch, drückt sich das Zwerchfell doch auch wieder nach unten. Zurück am Anfang, zurück im anatomischen Mittelalter!
Es arbeiten inzwischen so viele Sänger/innen erfolgreich mit der C-Methode, ich weiss, dass ich behaupten darf: Sie kriegen mit der konsequent radialen Aufspannung des Zwerchfells auch zum Singen mehr Atem, weil nur so die ganze Lunge mit Luft gefüllt werden kann und sich ausdehnen kann und nur so alle Atemräume gefüllt sind – auch im Kopf.
Also. Die Rippen dehnen sich seitlich aus. SEITLICH. Die Flanken weiten sich, durch diese Bewegung der Rippen benimmt sich das ZF reziprok zum Levator Ani (Sprungtuch), spannt sich auf wie eine Zeltplane, weitet den Brustkorb, gibt den Lungen Raum bis in die Schulterspitzen. Es füllt sich der Raum auch vorne, "volle Brust". Schultern heben sich nicht, senken sich nicht, Schulterblätter dehnen sich seitlich aus, flügelwärts – es ist so traumhaft schön und so leicht. Wer einmal so geatmet hat, will nie mehr anders. Weil der Körper dem Kopf und der Stimme sagt: So ist es richtig, so will es der Bauplan.
Bauch bleibt lang, Torsomitte bleibt aufgespannt, ist das Korsett, das Sänger/innen lieben.
Sie haben doch RÜCKBILDUNGS-GYMNASTIK, da ist die Atmung beschrieben. Und sie funktioniert immer, beim Schwimmen und Tanzen und Reden und Brüllen und Flüstern und Singen. Immer. Ich rate Ihnen dann eher dazu, eine Sängerin und CANTIENICA®-Instruktorin zu suchen, zum Beispiel Christina Bierler in München. Schon eine Privatlektion schafft Klarheit durch Ahaaaaaaa-Erlebnisse. (Alle anderen Sängerinnen im Q-Club: Bitte hier melden. Vor allem, die im Raum Frankfurt leben.)
Herzlich BC
PS: Thread zum Zwerchfell schon mal gelesen? Hilft auch weiter. viewtopic.php?f=133&t=8800
- Benita Cantieni
- Beiträge: 519
- Registriert: Do 22. Jan 2009, 09:07
Re: Wiederholter Bandscheibenvorfall LWS
Liebe Frau Cantieni!
Danke für Ihren Flash!
Ja, doch , das stimmt, ich atme überwiegend durch den Rücken ein und dabei runden sich die Schultern tendenziell nach vorne und der Bauch entspannt sich ,was ja (zumindest für das Singen) eigentlich richtig ist. Aber ich denke bei mir geht diese Entspannung zu weit und mit einem leichten "Ins-Hohlkreuz -knicken einher" , was natürlich falsch ist. Das mache ich aber vor Allem auch, wenn ich nicht singe.Â
Ich denke nicht generell, daß Singen "einseitig" macht, aber in meinem Fall des ungünstig aufgerichteten Rumpfes vielleicht schon.
Beim Singen verstärkt sich (vor allem für laute , hohe Töne) insgesamt die eingesetzte Atemkraft, das ist klar. Beim Singen achte ich zwar eher auch darauf, daß ich bei der Einatmung nicht einknicke , sondern eine Restspannung im Körper behalte. Da meine "Aufspannung" aber bestimmt seit vielen Jahren nicht gut ausbalanciert ist, kamen bestimmt dennoch auch beim Singen Fehlbelastungen zu Stande.
Aber die Haupt-Fehlbelastung praktiziere ich , denke ich, wenn ich nicht singe und mich nicht bewege, nämlich beim am Klavier sitzenden Unterrichten oder beim spannungslosem Herumwuseln in der Wohnung. Sobald ich in Aktion bin, z.B. schnell spazierengehe oder singe, bessert sich meine Haltung deutlich. (Meine Rückenschmerzen begannen übrigens schon als sich 18 Jahre alt war - nur damals nahm ich sie nicht sonderlich ernst.)
Im Moment übe ich eh kaum Gesang wegen des Bandscheibenproblems und weil ich die Zeit lieber meinem Rücken widmen will. Ich glaube, wenn ich meine Aufspannung irgendwann richtig mache und verinnerlicht habe, werde ich das auch beim Singen integrieren. Da ich aber noch blutige Cantienica-Anfängerin bin, ist das allerdings überhaupt noch nicht der Fall.
Bis bald, bin gespannt, was bei dem heutigen Arztbesuch herauskommt,
herzliche Grüße, Annette
Danke für Ihren Flash!
Ja, doch , das stimmt, ich atme überwiegend durch den Rücken ein und dabei runden sich die Schultern tendenziell nach vorne und der Bauch entspannt sich ,was ja (zumindest für das Singen) eigentlich richtig ist. Aber ich denke bei mir geht diese Entspannung zu weit und mit einem leichten "Ins-Hohlkreuz -knicken einher" , was natürlich falsch ist. Das mache ich aber vor Allem auch, wenn ich nicht singe.Â
Ich denke nicht generell, daß Singen "einseitig" macht, aber in meinem Fall des ungünstig aufgerichteten Rumpfes vielleicht schon.
Beim Singen verstärkt sich (vor allem für laute , hohe Töne) insgesamt die eingesetzte Atemkraft, das ist klar. Beim Singen achte ich zwar eher auch darauf, daß ich bei der Einatmung nicht einknicke , sondern eine Restspannung im Körper behalte. Da meine "Aufspannung" aber bestimmt seit vielen Jahren nicht gut ausbalanciert ist, kamen bestimmt dennoch auch beim Singen Fehlbelastungen zu Stande.
Aber die Haupt-Fehlbelastung praktiziere ich , denke ich, wenn ich nicht singe und mich nicht bewege, nämlich beim am Klavier sitzenden Unterrichten oder beim spannungslosem Herumwuseln in der Wohnung. Sobald ich in Aktion bin, z.B. schnell spazierengehe oder singe, bessert sich meine Haltung deutlich. (Meine Rückenschmerzen begannen übrigens schon als sich 18 Jahre alt war - nur damals nahm ich sie nicht sonderlich ernst.)
Im Moment übe ich eh kaum Gesang wegen des Bandscheibenproblems und weil ich die Zeit lieber meinem Rücken widmen will. Ich glaube, wenn ich meine Aufspannung irgendwann richtig mache und verinnerlicht habe, werde ich das auch beim Singen integrieren. Da ich aber noch blutige Cantienica-Anfängerin bin, ist das allerdings überhaupt noch nicht der Fall.
Bis bald, bin gespannt, was bei dem heutigen Arztbesuch herauskommt,
herzliche Grüße, Annette
- Porporina
- Beiträge: 21
- Registriert: Mi 24. Mär 2010, 00:56
Re: Wiederholter Bandscheibenvorfall LWS
Liebe Annette
Wie - singen macht einseitig! Das müssen Sie mir erklären.
Ich hatte beim Lesen Ihres Textes ein Flash: Kann es sein, dass Sie "mit dem Rücken" atmen? Die Schulterblätter beim Einatmen runden? Zwar keine Bauchpresse, doch staucht das den Bauch und drückt auf die LWS.
Irgendwo haben Sie einen weissen Fleck. Wenn der aufgespürt ist, kommen Sie mit Ihrer Disziplin und Ihrer Offenheit schnell weiter.
Grübel und studier, CANTIENICA®-Sängerinnen, wer weiss Rat?
Herzlich, BC
Wie - singen macht einseitig! Das müssen Sie mir erklären.
Ich hatte beim Lesen Ihres Textes ein Flash: Kann es sein, dass Sie "mit dem Rücken" atmen? Die Schulterblätter beim Einatmen runden? Zwar keine Bauchpresse, doch staucht das den Bauch und drückt auf die LWS.
Irgendwo haben Sie einen weissen Fleck. Wenn der aufgespürt ist, kommen Sie mit Ihrer Disziplin und Ihrer Offenheit schnell weiter.
Grübel und studier, CANTIENICA®-Sängerinnen, wer weiss Rat?
Herzlich, BC
- Benita Cantieni
- Beiträge: 519
- Registriert: Do 22. Jan 2009, 09:07
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